CfP: Leeres Land? Wandel, Sorge und Zukunft in ländlichen Infrastrukturen und Räumen
Kommissionstagung der DGEKW-Kommission „Kulturanalyse des Ländlichen“ Institut für Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie, LMU München 24.-26. Juni 2027 Geschlossene Dorfläden, verwaiste Gaststätten, zurückgebaute Bahnhöfe und schwindende Nahversorgung: Leerstände in ländlichen Räumen (Spehl 2011) sind längst zu einem zentralen Symbol für gesellschaftliche Transformationsprozesse geworden. Wo die Sparkassenfiliale schließt und die Mobilität erlahmt, manifestiert sich das „leere Land“ nicht nur als materielles Defizit, sondern als tiefgreifende gesellschaftliche und politische Leerstelle. Gerade mediale Erzählungen neigen in der Betrachtung dieser Räume oft zu einer zweifachen Reduktion: Einerseits verbleiben sie in einer dominanten Defizitlogik, die das Ländliche als abgehängten Raum des Verlusts markiert, andererseits verfallen sie einer Idealisierung von Leere als voraussetzungslosem Möglichkeitsraum für Innovationen, nachhaltige Wirtschaftsformen oder alternative L...